Sie zahlen Parkgebühren.
Andere verdienen daran.

Als Fahrer kennt man die meist dunklen, engen und teuren Abstellflächen aus Beton. Als Investment sind sie bisher Profis vorbehalten: eine knappe innerstädtische Fläche, deren Tarife seit Jahren stärker steigen als die Inflation. Und gerade verstärken mehrere Entwicklungen diesen Effekt.

Parkimmobilien: ein Investment mit Rückenwind

  1. 01  ·  PREIS

    Tarife steigen stärker

    Sie werden alle ein bis zwei Jahre in Stufen angehoben und wachsen damit stärker als die Inflation. Bei einer Betreiberimmobilie bestimmt der Umsatz den Wert.Mehr lesen →
  2. 02  ·  ANGEBOT

    Angebot schrumpft

    In Deutschland gibt es mit 49,5 Mio. Pkw mehr als je zuvor. Gleichzeitig widmen Städte Parkplätze um und verteuern das Parken am Straßenrand. Die Nachfrage wandert somit ins Parkhaus.Mehr lesen →
  3. 03  ·  ERTRAG

    Erträge kommen dazu

    Das Parkhaus erzeugt und verkauft Strom an der Ladesäule. Mit jedem Elektrofahrzeug wächst dieser zusätzliche Ertrag mit. Dazu kommt Nachfrage nach Logistikflächen und Mobilitätsangeboten.Mehr lesen →
  4. 04  ·  SICHERHEIT

    Umsatz läuft weiter

    Ein Parkhaus lässt sich per Managementvertrag betreiben, auch ohne Pächter. Ein Hotel oder ein Pflegeheim steht ohne Pächter still.Mehr lesen →
01  ·  PREIS

Parktarife steigen stärker als die Inflation

Parktarife werden stufenweise angehoben, in der Regel alle zwei Jahre. Über den Investmentzyklus liegt der sich daraus ergebende Umsatz deutlich über der Inflation.

100 120 140 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Jahr +5,2 % p. a. Kurzparkertarife +4,1 % p. a. Dauerparkertarife +2,0 % p. a. Inflation
Vereinfachte Tarifentwicklung über 10 Jahre gegenüber der Inflation. Index, Jahr 1 = 100. Die Prozentwerte sind Jahresdurchschnitte über die acht Jahresschritte von Jahr 1 bis Jahr 9. Modellrechnung TREAM, keine Marktdaten und keine Renditeaussage.
Jahr12345678910
Kurzparker, €/Stunde2,002,002,202,202,502,502,702,703,003,00
Dauerparker, €/Monat808085859595100100110110

Vier Anpassungen in acht Jahren, jede einzelne unauffällig. Bei einem Kurzparkeranteil von 80 Prozent wächst der Umsatz damit rund 5 Prozent im Jahr, gegenüber 2 Prozent Inflation.

Mit einer Bedingung: Der Umsatz folgt dem Tarif nur, solange die Auslastung hält. Das hängt am Standort.

Bei einer Betreiberimmobilie bestimmt der zu erzielende Umsatz den Wert. Wächst er dauerhaft stärker als die Inflation, wächst auch der Wert der Immobilie stärker als die Inflation.

Wie viel davon beim Eigentümer ankommt, entscheiden die Vertragsart und ihre Ausgestaltung. Das ist eine Risikoentscheidung: Wer die Tarifentwicklung mitnehmen will, verhandelt eine niedrigere Fixpacht plus Umsatzanteil und trägt Teile des Betriebsrisikos mit. Mehr dazu im Beitrag Das Geschäftsmodell der Parkimmobilie.

02  ·  ANGEBOT

Mehr Autos, weniger Stellplätze

Der deutsche Pkw-Bestand liegt mit 49,5 Millionen Fahrzeugen auf Rekordniveau. Gleichzeitig wird die Fläche knapper, auf der diese Fahrzeuge stehen. Und ein Auto steht im Schnitt über 23 Stunden am Tag. Jeder Stellplatz, der im Straßenraum wegfällt, ist eine Umschichtung ins Parkhaus.

Die Straße wird teurer
41 von 107 abgefragten Städten haben die Anwohnerparkgebühren seit 2022 erhöht, vorher waren es 13. Steigt der Preis am Straßenrand, steigt er auch im Parkhaus
Weniger Straßenstellplätze
Städte widmen Stellplätze im Straßenraum um. München hat beschlossen, 3.500 von 21.500 Altstadt-Stellplätzen aufzugeben, und will dafür ausdrücklich auf Parkhausbetreiber zugehen
Kaum neuer Wettbewerb
Die Stellplatzschlüssel im Neubau sinken. Hamburg hat die Stellplatzpflicht im Wohnungsbau 2013 abgeschafft, Berlin kennt keine allgemeine Pflicht. Es entsteht kaum noch neues Angebot
Quellen: KBA-Bestandsdaten · Standzeit privater Pkw · Deutsche Umwelthilfe 02/2025 · Landesbauordnungen Hamburg und Berlin · Landeshauptstadt München, Grundsatzbeschluss vom 09.12.2020, Konzept bestätigt Dezember 2025

Der Einwand, der dazugehört. Parkhäuser sind vielerorts nicht voll. Die Untersuchung „Lebenswerte Stadt für alle" für die Stuttgarter Innenstadt zählt dort über 5.000 Parkmöglichkeiten in Parkhäusern und Tiefgaragen. Auch zu Spitzenzeiten sind davon stets welche frei. Die dort diskutierten 360 wegfallenden Straßenstellplätze entsprechen 6 Prozent des Gesamtangebots.

Das ist die ehrliche Größenordnung: Der Rückbau allein füllt kein Parkhaus. Er verschiebt Nachfrage in die umliegenden, erreichbaren Alternativen. Was den Wert eines Objekts bewegt, ist der Preis, und den treiben die Kommunen mit ihren eigenen Tarifen nach oben.

03  ·  ERTRAG

Vom Parkhaus zum Energie- und Infrastruktur-Hub

Ein klassisches Single-Use-Parkhaus hängt an einer einzigen Variablen: dem Belegungsgrad durch zahlende Parker. Photovoltaik, Ladeinfrastruktur, Mobility-Sharing, Werbeflächen, Pop-Up-Flächen, Paketlocker und Micro-Fulfillment verteilen das Ertragsrisiko auf unabhängige Nutzergruppen: Autofahrer, Stromkunden, Carsharing-Anbieter, Werbetreibende, Eventveranstalter, Logistikdienstleister. Schwächelt eine Einnahmequelle, sichern die übrigen weiterhin den Cashflow des Objekts. Diese „Cashflow-Diversifikation“ über voneinander unabhängige Nutzergruppen senkt das Ausfallrisiko.

Ladeinfrastruktur ist der Treiber: In deutschen Parkhäusern dominieren AC-Lader mit 11 bis 22 Kilowatt, und die passen zur Standzeit eines parkenden Fahrzeugs. Kommt Photovoltaik auf dem Dach dazu, erzeugt das Objekt den Strom, den es an der Ladesäule verkauft. Mit jedem Elektrofahrzeug wächst dieser Ertrag mit.

Parkumsatz Kurz- und Dauerparker E-Ladeinfrastruktur Photovoltaik Werbeflächen und Signage Mobility-Sharing Micro-Fulfillment Paketlocker Pop-Up und Events
Sieben Ertragsmodule aus dem Beitrag Parkimmobilien 2.0. Die Darstellung ist schematisch, die Beiträge der einzelnen Module sind nicht maßstäblich. Für ein Beispielobjekt rechnet der Beitrag mit einem zusätzlichen Ertragspotenzial von rund 191.000 Euro im Jahr.
Der eigentliche Werttreiber dieser Entwicklung ist die Streuung über mehrere voneinander unabhängige Einnahmequellen.

Am weitesten reicht die Verbindung von Mobilität und Energie. Strom vom Dach lädt Fahrzeuge, Batteriespeicher glätten Lastspitzen und verkaufen Flexibilität ins Netz. Das Parkhaus mit Energiezentrale im Stuttgarter Neckarpark versorgt Fahrzeuge, rund 850 Wohneinheiten und ein Schwimmbad zugleich mit Strom und Wärme. Aus der Abstellfläche wird ein Knotenpunkt der Energieversorgung im Quartier.

Bewertet werden Parkhäuser bis heute überwiegend nach Stellplatzzahl und Parkgebühr. Alle Module, Bandbreiten und Quellen stehen im Beitrag Parkimmobilien 2.0: Sieben Ertragsmodule.

04  ·  SICHERHEIT

Ein Parkhaus braucht keinen Pächter

Das unterscheidet Parkimmobilien von jeder anderen Betreiberimmobilie.

Ein Hotel ohne Pächter steht still, weil Marke, Personal und Reservierungssystem fehlen. Ein Parkhaus lässt sich stattdessen per Managementvertrag führen: Ein Dienstleister übernimmt den Betrieb gegen Gebühr, die Einnahmen laufen direkt an den Eigentümer. Das ist flexibler als eine Verpachtung und jederzeit umstellbar.

Technik und Abrechnung stellt in der Regel der Betreiber, von der Schranke über die Kennzeichenerkennung bis zur App. Fällt er aus, fällt das mit ihm weg. Entscheidend ist etwas anderes: Die Nachfrage bleibt, und der Betrieb lässt sich kurzfristig ersetzen. Mehrere Anbieter bewirtschaften ein Objekt auf vorhandenem Equipment oder bringen eigenes mit. Die Autos parken weiter, die Abrechnung läuft dann über den Eigentümer.

Bürogebäude ohne Mieter

Keine Einnahmen. Bis zur Neuvermietung vergehen typischerweise sechs bis achtzehn Monate, dazu kommen Incentives und Ausbaukosten.

Hotel ohne Pächter

Steht still. Ohne Personal, Marke und Reservierungssystem entsteht kein Umsatz. Ein neuer Pächter braucht Monate.

Parkhaus ohne Pächter

Läuft weiter. Der Eigentümer übernimmt den Betrieb selbst oder vergibt ihn neu, in einer Größenordnung von Tagen statt Monaten.

Der zweite Schutzmechanismus steckt in der Aufteilung des Umsatzes und wird meist falsch gelesen.

100 € Parkumsatz rund 65 € Pacht an den Eigentümer 15 bis 20 € Marge des Betreibers 10 bis 15 € Betriebskosten Die Marge des Betreibers puffert Umsatzrückgänge ab
Typische Aufteilung des Parkumsatzes bei einem verpachteten Innenstadtobjekt nach TREAM-Verhandlungserfahrung. Die genaue Verteilung hängt vom Vertrag und vom Betriebsmodell ab.

Die Marge des Betreibers sieht aus wie entgangener Ertrag und wirkt wie eine Versicherungsprämie. Bricht der Umsatz in einem Jahr um zehn Prozent ein, zahlt der Betreiber die Mindestpacht aus dieser Marge weiter. Wer die Marge in der Verhandlung zu weit drückt, kauft sich Ausfallrisiko ein.

ZUGANG

Ein Nischenmarkt, unser Spezialgebiet

Es gibt kein Portal, auf dem Parkhäuser stehen. Und keine Statistik, die den Markt abbildet.

Parkimmobilien tauchen in keinem Maklerbericht als eigene Position auf, sie laufen unter Spezialimmobilien oder Sonstiges. Kein Index, keine Renditezeitreihe, keine Research-Coverage. Das sichtbare Marktgeschehen ist institutionell geprägt, meist zwischen 5 und 25 Millionen Euro je Transaktion. Darunter wird es still, dort werden Objekte selten öffentlich angeboten. Wer sie sehen will, muss in diesem Markt unterwegs sein.

Genau das ist unsere Arbeit. TREAM ist seit 2009 ausschließlich auf Parkimmobilien spezialisiert, in Deutschland und europaweit. Über ein gewachsenes Netzwerk aus Bauunternehmen, Betreibern, Banken und Investoren haben wir Zugang zu Objekten im dreistelligen Millionenbereich.

seit 2009
Im Parkmarkt aktiv
300M+ €
Parktransaktionen begleitet
50+
Parkprojekte begleitet
EU-27
Pan-europäisches Netzwerk
GRÖSSENKLASSE

Institutionelle steigen erst bei fünf bis acht Millionen ein

Fonds und Investmentmanager prüfen kleinere Objekte in der Regel nicht, weil der Aufwand pro Transaktion kaum sinkt, der Ertrag aber schon.

bis 1 Mio. 1 bis 5 Mio. 5 bis 8 Mio. ab 8 Mio. Privater Ankauf Institutionelle Käufer Einstiegsschwelle Ankauf 4 Mio. Verkauf 6 Mio. Entwicklung über die Schwelle
Schematische Darstellung der Kaufpreisklassen. Ein Objekt, das über die Einstiegsschwelle wächst, erreicht einen Käuferkreis, der beim Ankauf nicht zur Verfügung stand.

Daraus ergibt sich eine belastbare Strategie: Ankauf unterhalb der Einstiegsschwelle, Wertsteigerung im Bestand, Verkauf oberhalb davon. Die Hebel dafür sind der Betrieb, die Tarife, der Pachtvertrag und zusätzliche Nutzungen.

Über den Verkauf entscheidet die Aufbereitung. Institutionelle erwarten belastbare Umsatzhistorien, geprüfte Unterlagen und eine nachvollziehbare Bewertung. Wir kennen ihre Ankaufskriterien.

RISIKEN

Was ein Objekt für Käufer wertlos macht

Diese vier Punkte führen bei institutionellen Käufern regelmäßig zum Abbruch. Und damit gilt eine einfache Regel: Kaufen Sie nichts, was Sie im Exit nicht wieder verkaufen können.

Fungibilität

Die Käuferschicht ist schmal, ein Verkauf dauert länger als bei Wohnen oder Büro. Ohne Anlagehorizont funktioniert das nicht.

Teileigentum und Erbbaurecht

Bei Teileigentum entscheidet eine Gemeinschaft mit. Beim Erbbaurecht drückt die Restlaufzeit Finanzierung und Wiederverkaufspreis. Etliche Fonds schließen beides aus.

Instandhaltung

Parkdecks, Abdichtung, Brandschutz und Aufzüge sind teuer. Aufgeschobene Wartung vervielfacht die Kosten, weil aus einer Instandhaltung eine Sanierung wird.

Pachtvertragsstruktur

Ein Vertrag, der in zwei Jahren endet, sichert keine Einnahme. Steht kein Nachfolger bereit, trägt der Eigentümer ab dann das Betriebsrisiko.

Beantworten lassen sich diese Punkte nur am konkreten Objekt. Wir prüfen sie vor dem Ankauf und wissen, welcher Instandhaltungsstau sich abarbeiten lässt und welcher ein Ausschlussgrund ist. Das verkürzt die Transaktionszeit, den eigentlichen Engpass in diesem Markt.

Sprechen wir darüber

Wenn Sie bis hierher gelesen haben, wissen Sie, wie dieser Markt funktioniert. Was daraus für Sie folgt, lässt sich nicht auf einer Website klären. In einem unverbindlichen Gespräch sondieren wir, ob und in welcher Form eine Zusammenarbeit Sinn ergibt.

WEG 01

Ein Objekt direkt

Erwerb einer Parkimmobilie wie einer Gewerbeimmobilie, mit Betreiber und Pachtvertrag. Wir prüfen, begleiten den Ankauf und bleiben auf Wunsch im Asset Management.

WEG 02

Ein Managementmandat

Laufende Betreuung über mehrere Objekte: Ankaufsprofil, Prüfung, Optimierung im Bestand und Verkauf. Eine mehrjährige Zusammenarbeit statt einer einzelnen Transaktion.

WEG 03

Andere Strukturen

Je nach Ausgangslage sind gemeinsame Vehikel oder Beteiligungen denkbar. Ein Co-Investment durch TREAM ist möglich und keine Voraussetzung.

Gespräch vereinbaren

Drei Felder. Es gibt kein Anlageprodukt, keine Zeichnung, keine Mindestsumme und keinen Geldfluss.